Segeltörn 2001

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Unser Segelboot Es war der besagte 13.10.2001 um 6.45 Uhr am Allendorfer Pfarrheim. 16 "junge Erwachsene" warteten auf den Bus. Gegen 6.55 Uhr kam er dann endlich. Nach kurzem Packen ging es dann 10 min. später endlich los . Ja wohin denn eigentlich? Ach ja, wir müssen erst einmal nach Plettenberg unseren Bäckermeister abholen. Nach kurzem Warten in Plettenberg, er war nämlich noch am Backen, ging es dann geradewegs nach Herscheid. Was wir da wollten? Unseren nächsten Gast an Bord nehmen. Ralf aus A. wartete dort schon auf uns. So nun waren wir komplett. Nun konnten wir eigentlich geradewegs das Ijsselmeer ansteuern, wenn wir nicht in Herne schon wieder hätten halten müssen, um Getränke für die Fahrt zu kaufen. So waren wir aber dann endlich gegen 13.30 Uhr am Ijsselmeer in Enkhuizen und somit auf unserem angemieteten Schiff "Zeitgeist".

Nach kurzer Besichtigung des Schiffes und unserer Besatzung Frans und Gerry, segelten wir bei mäßigem Wind nach Stavoren. Dort angekommen wurde nach einstündiger Verspätung endlich gegessen. Wir leben anscheint hinter der Zeit. Zumindestens heute. In Stavoren war auch nicht sehr viel los und so waren alle Seemänner und -frauen auch früh im Bett.

Am nächsten Tag (14.10.) ging es dann auf dem direkten Weg zu unserer Lieblingsinsel Terschelling. So hieß es morgens wieder: Segel setzen. Kurz vor der Schleuse wurden wir erstmals gefordert. Segel runter, Klüverbaum hoch, Reifen an die Rehling binden. (Als Schutz für das Schiff beim Anlegen.) Nach der Schleuse alles wieder rückgängig. Reifen rein, Klüverbaum runter, Segel hochziehen. Nach so einer Anstrengung mussten wir uns alle erst einmal wieder erholen. Einige spielten an Deck, andere legten sich an Deck zum Schlafen oder guckten unserem Skipper beim Steuern über die Schulter, ob er auch alles richtig machte. Da auch heute nur wenig Wind aber dafür viel Sonne da war, kamen wir erst spät abends an. So entschlossen wir uns, sofort noch einen Tag länger zu bleiben. Den ersten Abend waren wir in unseren 2 Stammkneipen. Gegen 2 Uhr wurden wir dann auch aus der letzten Kneipe rausgeschmissen, da in Holland um 2 Uhr überall Schluss ist.

An Deck Am nächsten Tag (15.10) haben wir die Insel per Fahrrad besichtigt. Nach einem geplanten kurzem Stopp am Strandcafe, sind wir dann auch schon nach 2 Stunden weitergefahren. Es war ein schöner Tag, wieder mit viel Sonne, auf Terschelling. Abends gingen einige von Bord auf eine erneute Kneipentour, die aber schon in der erst besten endete. Die anderen blieben an Bord und tranken den Terschellinger Jutters-Bitter. Den kann man nämlich nur auf Terschelling kaufen.

Mit einigen Flaschen Kräuterschnaps mehr im Gepäck legten wir früh morgens um 7.55 Uhr am 16.10. von Terschelling ab Richtung Makkum. Nach dem Beobachten des Sonnenaufgangs auf dem Wattenmeer, kam endlich mal ein bisschen mehr Wind auf. So kam das Schiff in die erste Schräglage. In Makkum angekommen ging es erst mal in die City, um die nächste Fischbude aufzusuchen. Aber die einzigste Bude dort hatte natürlich zu. So ging es in die Pommesbude nebenan. Abends wurde in einer Kneipe fleißig gedartet. Die anderen machten sich zum Teil schon einmal Gedanken, über unsere vier neuen Leute, um etwas für die Tauffeier aufzuschreiben. Denn jeder der segeln fährt, der bekommt auch einen Taufnamen.

Am (17.10) konnten wir wieder etwas länger schlafen. Wir brauchten uns nämlich nicht nach Ebbe und Flut zu richten. Das Ziel lautete Hoorn. Dort kann man super einkaufen gehen. Wir waren auch relativ schnell da, da der Wind es gut mit uns meinte. In Horn waren wir in einer gemütlichen Kneipe wo es soviel Schnapssorten gab, wie in keinem anderem Laden. Aber das interessierte uns sowieso nicht. Wir trinken ja fast alle gar keinen Alkohol. Und wenn dann doch mal, höchstens ein Gläschen.

An Deck Am 18.10 ging es von Hoorn nach Medemblick. Wir hätten auch rudern können. Dann wären wir wenigstens vorangekommen. So setzten wir wieder alle 4 Segel die wir hatten, um wenigstens ein bisschen voranzukommen. An Deck spielten wir einige Gesellschaftsspiele. Neben unserem Standartspiel Tabu wurde aber auch Outburst und Activity gespielt. Einige lagen vorne im Klüvernetz zum Schlafen. Mittags gab es von unserer Küchencrew immer etwas Leckeres zu essen. Zum Beispiel Brot mit Käse. Brot mit Marmelade. Brot mit Wurst. Brot mit Butter. Eine so kreative Arbeit wurde stets von allen hoch gelobt.

Mitten auf dem Ijsselmeer war es dann endlich soweit. Neptun der Seemann aller Seemänner kam zu uns an Bord, um die Seetaufe unserer 4 neuen Schützlinge zu vollziehen. Neben 3 Knoten, die sie vormachen mussten, bekamen sie ein Knäckebrot, welches sie schnell essen mussten. Dann gab es aber auch etwas zu trinken. Ein Glas mit Salzwasser (die Mischung hatte es echt in sich) und einen Jutters-Bitter. Anschließend erfolgte die eigentliche Taufe mit einer Kelle Wasser vom Ijsselmeer über die Haare. Dabei wurde Ihr neuer Segelname genannt. So haben wir jetzt 4 neue Seebären. Die Namen lauten:

Aber die Namen muss man nicht unbedingt verstehen.

Abends im Hafen von Medemblick angekommen, gab es etwas Warmes zu essen. Es war , eine schön scharfe Suppe mit Hot Dog ähnlichem Zeug sowie Brot und Salat. In Medemblick ging dann abends noch mal richtig die Post ab. Es war schließlich unser letzter Abend.

An unserem letzten Segeltag (19.10) segelten wir in unseren Heimathafen Enkhuizen, von wo wir auch gestartet waren. Zwischendurch fingen die ersten schon an ihre Klamotten wieder zusammen zu suchen und ihre Tasche zu packen. Kurz bevor wir in den Hafen von Enkhuizen fuhren, nahmen wir zusammen mit unseren Skippern Frans und Gerry die Segel ab. Für sie war ihre letzte Tour in diesem Jahr. Anschließend wurde das Schiff dann winterfest gemacht. So brachte unser Skipper mit seinem Auto, welches man schon 2 Min. vor seiner Ankunft hörte, die Segel zum Segelmacher zur Inspektion.

Die Fahrt im Bus Nach einem Schreck, wir sahen unseren Bus mit 20 Plätzen ohne Toilette, haben wir uns von unserem Skipperpärchen verabschiedet und noch Gruppenfotos gemacht. Schnell haben wir uns noch eine Schachtel Pommes Special reingezogen. So ging es nach einer schönen Woche an Bord der "Zeitgeist" mit ungefähr 6 oder 7 Toilettenpausen und 3 Stunden Dauersingen von Holland zurück in unseren schönen Ort Allendorf.

Wer jetzt meint, dass es das gewesen wäre hat sich vertan. Im Pfarrheim wurde dann noch 2 Stunden gefeiert. Wir sind bereits in der Planung für das nächste Jahr, da es uns gut gefallen hat.

Außerdem ist am 25.11.01 im Allendorfer Pfarrheim gegen 18.00 Uhr ein Nachtreffen geplant, wo wir uns Fotos und den Film anschauen werden. Also bis dahin oder bis zum nächsten Törn.