Segeltörn 2014

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Segelboot Icon Nach zwei Jahren war es endlich wieder so weit. Am 27.09.2014 ging es bei sehr viel Nebel mit 12 Teilnehmern los Richtung Leuuwarden, Holland. An Bord der Amicitia wurden wir von blauem Himmel uns Sonnenschein begrüßt. Nachdem wir alles Gepäck an Bord hatten und unseren Skipper Thomas Terpstra begrüßt hatten, hieß es schon Leinen los! Durch den Kanal schipperten wir Richtung Schleuse in Harlingen. Nach der Schleuse konnten dann endlich die Segel gesetzt werden. Gemeinsam wurden Großsegel, Focksegel und Kluversegel hochgezogen. Bei mäßigem Wind (Windstärke 2) konnten wir die Seele baumeln lassen und die Sonne genießen. Am Nachmittag haben wir die Segel wieder eingepackt und vor einer Sandbank geankert. Mit dem Schlauchboot hat uns Thomas zu der Sandbank gefahren: Wir haben Muscheln gesucht, Krebse gefangen, Vögel beobachtet, sind spazieren gegangen und es gab tatsächlich zwei, die zurück zum Schiff geschwommen sind.

Am Sonntag nach dem Frühstück hieß es erstmal Anker hochkurbeln, Segel hochziehen und los segeln… wohin der Wind uns treibt, blieb erstmal unklar. Am Abend war dann Vlieland in Sicht. Nachdem wir die schmale Hafeneinfahrt passiert hatten, die Fender und Leinen festgemacht hatten, blieb noch Zeit um ein wenig die Insel zu erkunden. Nach einem leckeren Abendessen haben wir bei ein paar kühlen Getränken über alte Seemannsgeschichten geplaudert.

Unser Plan für Montag: Terschelling. Die Vorfreude war sehr groß. Nach dem Anlegen ging es direkt zur Fischbude, bei Kibbeling und Krabbenbrötchen sind alle auf Ihre Kosten gekommen. Anschließend hat jeder die Zeit nach belieben genutzt, ob Einkaufen, ein Spaziergang oder ein Besuch im "Wal", Terschelling hat viel zu bieten. Nach zwei Abenden an Bord war es Zeit das Schiff zu verlassen und die Lokalitäten auf Terschelling zu Testen.

Nach einem sehr lustigen Abend ging es am Morgen direkt weiter. Der Wind war stärker geworden (Windstärke 4-5) und wir wollten nach Texel. An Deck war viel zu tun, denn wir sind gegen den Wind gesegelt und mussten dementsprechend viel kreuzen. Nach 2/3 Wenden waren wir eingespielt und jeder wusste, was er zu tun hatte, sobald unser Steuermann "Wende" rief. Auf Texel sind wir jedoch nicht angekommen, am Abend haben wir den Anker geworfen und uns den wunderschönen Sternenhimmel angeschaut.

Mittwoch hieß es dann wieder: Auf nach Texel, Teil 2. Der Wind war, wir am Tag zuvor, jeder nahm seinen Platz ein und wartete auf das Kommando "Bereit machen zur Wende:". Auf dem Weg nach Texel verschwand die Sonne auf einmal… sollten wir doch noch die Regen-Sachen aus unseren Taschen holen? Jein, ein kurzer Schauer und eine halbe Stunde später, (richtig nass sind wir also nicht geworden) wurde es schon wieder heller. Auf Texel haben wir noch einmal unsere Vorräte aufgefüllt, denn den letzten Abend würden wir wieder auf offener See ankern. Wir mussten uns ja langsam wieder auf den Weg Richtung Harlingen machen.

Nach gutem Essen am letzten Abend erschienen plötzlich Neptun, der Herrscher über die Meere, und sein Gehilfe der Partybiber, zur Taufe der 6 Erstsegler. Nach einigen Aufgaben zum Überlebenstraining bei Seenot erhielten sie dann ihren Taufnamen und ihre Tauf-Urkunde. So ging leider unser Segeltörn voller neuer Erfahrungen, Wäscheklammern und tollen Eindrücken langsam dem Ende zu. Tasche packen und Deck schrubben war angesagt. Nach einem letzten Kibbeling an der Fischbude setzten wir uns in die voll gepackten Autos und rollten Richtung Heimat. Zum Abschluss bleibt noch zu sagen, dass wir uns jetzt schon alle auf den nächsten Segeltörn freuen.